Triathlon-Kids des TSR Olympia trotzen Spätsommerhitze

„Kalimandscharo“ sorgt für IRONMAN-Feeling

Bahnfahrer kennen sie vom Blick aus dem Zugfenster kurz vor Hannover: Die Steinsalzhalde des Kaliwerkes Sigmundshall in Bokeloh bei Wunstorf. Bei Temperaturen von 32°C bot diese weißgraue, 140 Meter hohe Abraumhalde am 10. September die Kulisse für den 21. Stadtsparkassentriathlon und erinnerte dabei sowohl von den Temperaturen, als auch vom kargen Anblick an die triste Vulkanlandschaft auf Hawaii.

Als erste der Nachwuchsathleten musste sich Carina Ceronio in der offenen Wertung der Jugend A beweisen. Nachdem sie nach dem Schwimmen noch auf Platz vier gelegen hatte, büßte sie auf der bergigen Radstrecke rund um den „Kalimandscharo“ sehr viel Zeit ein, die sie auch im Laufen nicht wieder aufholen konnte, so dass sie letztlich auf Platz 8 ins Ziel kam.

In der Schüler B-Konkurrenz der Mädchen erkämpfte sich Alena Niehuß nach einer sehr ausgewogenen Komplexleistung den 12. Platz. Jana Müller kam, trotz guter Schwimmstrecke, auf dem Rad und beim Laufen nicht richtig in Schwung und erreichte Platz 19. Bei den Jungen konnte sich Julian Müller bei durchwachsener Schwimm- und Laufleistung, aber sehr guter Leistung auf dem Rennrad den 12. Platz sichern. Ben Allies belegte im Rahmen eines soliden Wettkampfes Platz 17.

Kurios gestaltete sich das Rennen der Schüler C. Charlotte Müller, die traditionell auf der Schwimmstrecke im hinteren Feld der Konkurrenz aus dem Schwimmbecken steigt, lag nach dem Schwimmen auch in Bokeloh im letzten Drittel des Teilnehmerfeldes. In ihren anschließenden Lieblingsteildisziplinen ging sie gerade im Radfahren ambitioniert an und machte bereits früh einige Plätze gut. Doch dann wurde es seltsam. Während Charlotte als einzige Starterin die vorgegebenen 2,5km Radstrecke absolvierte, drehten ihre Mitbewerber bereits nach 500 Metern (eigentliche Wende der Schüler D) um und fuhren zurück zur Wechselzone. Mit Tränen in den Augen und völlig verzweifelt fuhr Charlotte nach Passage der regulären Wendemarke schließlich ebenfalls in Richtung Wechselzone und ging als Letzte auf die abschließende Laufstrecke und durchs Ziel. Im Nachhinein erklärte sie: „Ich konnte es nicht fassen, dass die anderen einfach unterwegs umdrehten. Ich war echt total fertig. Das konnte alles doch nicht wahr sein. Gut, dass mich alle vom Verein angefeuert haben weiter zu machen.“ Dass sich Durchbeißen im Ausdauersport auszahlt, wurde nach abschließender Kampfrichterbesprechung und Siegerehrung deutlich: Charlotte stand überglücklich mit der Goldmedaille oben auf dem Siegertreppchen. Mats Jaeger wurde 18.

Schlussendlich konnte Jelka Müller im Schüler D Rennen den Podestplatzreigen des TSR fortsetzen und erreichte überglücklich den 3. Platz. Leni Allies komplettierte die tollen Ergebnisse der Jadestädter mit Platz 4.

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